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Lymphdrainage-Massage (manuelle Lymphdrainage) ist eine Massagetechnik, die die Haut mit sehr leichten, langsamen und rhythmischen Bewegungen in Richtung der Lymphknoten dehnt. Ziel ist nicht, die Muskulatur zu kneten, sondern den Flüssigkeitsfluss in den Lymphgefäßen unter der Haut zu unterstützen. Deshalb ist der Druck deutlich leichter als bei klassischen Massagen.
Die Lymphdrainage geht auf die Technik zurück, die das dänische Ehepaar Emil und Estrid Vodder entwickelt hat, und wird deshalb auch Vodder-Methode genannt. Meist liegen Sie dabei auf dem Rücken. Der Therapeut behandelt zuerst den Bereich um Hals und Schlüsselbein, danach Regionen mit vielen Lymphknoten wie Achseln und Leisten; Arme und Beine kommen zuletzt an die Reihe. Die Bewegungen bestehen aus kreisenden, pumpenden und schöpfenden Griffen mit Handflächen und Fingern; jeder Griff dehnt die Haut leicht und lässt sie wieder los. Da die Haut nicht gleiten soll, wird kein oder nur sehr wenig Öl verwendet.
Die Behandlung kann den ganzen Körper umfassen oder nur eine einzelne Region wie Beine, Bauch oder Gesicht. Auf Spa-Menüs wird derselbe Name mitunter auch für eine Anwendung mit einem Gerät mit Druckstiefeln verwendet, die sogenannte Pressotherapie; die manuelle Technik und die Geräteanwendung sind unterschiedliche Leistungen.
Eine Ganzkörpersitzung Lymphdrainage dauert in der Regel 45–60 Minuten; Sitzungen, die sich auf eine einzelne Region konzentrieren, verkürzen sich auf 20–30 Minuten. Da die Bewegungen langsam und gleichförmig wiederholt werden, ist es normal, während der Sitzung einzuschlafen. Das Gefühl der Leichtigkeit nach der Sitzung ist dagegen vorübergehend. Deshalb empfehlen Betriebe statt einer einzelnen Sitzung womöglich eine Serie in bestimmten Abständen; Anzahl und Häufigkeit der Sitzungen sollten Sie je nach Ihren Erwartungen gemeinsam mit dem Therapeuten festlegen.
Die Lymphdrainage wird gern von Menschen gewählt, die lange stehen oder sitzen, nach einer Reise ein Schweregefühl in den Beinen haben oder festen Druck nicht mögen. Die leichten, sich wiederholenden Bewegungen können zur Entspannung beitragen und das Gefühl einer vorübergehenden Schwellung verringern. Die Anwendung schwemmt keine Giftstoffe aus, führt nicht zu Gewichtsverlust und verändert das Erscheinungsbild von Cellulite nicht dauerhaft.
In folgenden Fällen wird keine Lymphdrainage durchgeführt oder es ist zuvor eine ärztliche Freigabe nötig:
Die Lymphdrainage wird am häufigsten mit Anwendungen gegen Cellulite verwechselt. Die Anti-Cellulite-Massage und die Maderotherapie arbeiten an Gesäß und Beinen mit festem, schnellem Druck und können Rötungen oder Blutergüsse verursachen; die Lymphdrainage ist dagegen so leicht, dass sie keine Spuren auf der Haut hinterlässt. Die Schwedische Massage knetet die Muskulatur mit gleitenden, geölten Griffen und zielt auf allgemeine Entspannung; bei der Lymphdrainage wird nicht geknetet, sondern nur an der Hautoberfläche gearbeitet. Wenn Sie lediglich bei müden Füßen und Waden eine vertrautere Option suchen, kommt auch eine Fuß- und Beinmassage infrage.
Wenn Sie bei der Terminvereinbarung für eine Lymphdrainage folgende Fragen stellen, können Sie leichter einschätzen, ob die Sitzung Ihren Erwartungen entspricht:
Da sich der Großteil der Lymphgefäße, auf die die Behandlung abzielt, direkt unter der Haut befindet, wird die Lymphdrainage mit leichtem Druck durchgeführt. Die Technik beruht darauf, die Haut zu dehnen, nicht die Muskulatur; fester Druck, der die Muskeln knetet, dient diesem Ziel nicht. Deshalb ist es normal, dass Sie während der Sitzung kaum Druck spüren.
Sie kann helfen, ein vorübergehendes Schwellungsgefühl nach langem Stehen oder einer Reise zu lindern, die Wirkung ist jedoch nicht dauerhaft. Eine Schwellung unklarer Ursache, die zunimmt oder nur auf einer Seite auftritt, kann Anzeichen einer Erkrankung sein; suchen Sie in diesem Fall vor einer Massage einen Arzt auf. Bei Ödemen mit Ursache in Herz oder Nieren wird ohne ärztliche Freigabe keine Lymphdrainage durchgeführt.
Nein, bei einem diagnostizierten Lymphödem ist statt einer Spa-Sitzung ein ärztlich verordnetes Behandlungsprogramm nötig. Diese Programme werden von Physiotherapeuten mit spezieller Ausbildung für Lymphödeme durchgeführt und umfassen neben der manuellen Drainage meist Kompressionsbandagen oder -strümpfe. Die entspannende Lymphdrainage im Spa ersetzt diese Behandlung nicht.
Den Zeitpunkt legt der Chirurg fest, der die Operation durchgeführt hat. Wann die Lymphdrainage beginnt, welche Regionen behandelt werden und wie viele Sitzungen sie umfasst, hängt von der Art der Operation und vom Heilungsverlauf ab. Teilen Sie dem Betrieb bei der Terminvereinbarung Art und Datum der Operation mit; Naht- und Wundbereiche dürfen ohne Freigabe des Chirurgen nicht berührt werden.
Die Sitzung beginnt am Hals und um das Schlüsselbein, weil diese Region nahe an der Stelle liegt, an der die Lymphflüssigkeit in den Blutkreislauf zurückfließt. Die Technik sieht vor, zuerst diesen zentralen Bereich zu behandeln und sich dann zu Armen und Beinen vorzuarbeiten. Auch wenn Sie nur einen Termin für die Beine buchen, ist es daher normal, dass die Sitzung am Hals oder am Bauch beginnt.
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